Theorie, Experimente und Gruppenarbeiten

 

Auf Theorie, Experimente und Gruppenarbeiten setzt Professor Michael Tausch von der Bergischen Universität Wuppertal. Die WZ berichtet unter dem Titel "Neue Wege für den Unterricht" von einem Versuch, junge Leute für die Naturwissenschaften zu begeistern:

"Wuppertal. "3,3 Gramm Zitronensäure, 0,1 Gramm Ascorbinsäure, 2,4 Gramm Natron, 8 Gramm Saccharose, dazu Farbstoffe und Aromen nach Belieben" das ist nicht etwa ein Rezept für einen Zaubertrank, sondern die Zusammensetzung herkömmlichen Brausepulvers. Wie Schüler diese Mischung selbst herstellen können ist nur einer der Inhalte des Buches "Arbeitsblätter zur Unterrichtsgestaltung", herausgebracht von den Arbeitsgemeinschaften Chemie, Biologie und Technik.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung für Lehrer aus Wuppertal, Remscheid und Solingen hat der Arbeitgeberverband der chemischen Industrie im Bergischen Land den Schulen gestern 100 Exemplare kostenlos zur Verfügung gestellt.

"Wir wollen mehr junge Leute für die Naturwissenschaften begeistern und das geht nur durch möglichst praxisnahe Vermittlung", ist Jürgen Hülsemann, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der chemischen Industrie im Bergischen Land, überzeugt.

Die Praxisnähe sieht der Verband durch das Buch optimal gegeben. Es wurde durch die BASF Aktiengesellschaft, die Chemieverbände Rheinland- Pfalz sowie zehn Gymnasien im Rhein-Neckar- Dreieck ausgearbeitet.

Hintergrund: Laut bisheriger Erkenntnisse rangieren Chemie, Physik und Biologie in der Skala der beliebtesten Fächer bei den Schülern im unteren Viertel. "In der Branche herrscht jetzt schon Nachwuchsmangel, und das wird sich noch verstärken", sagt Verbands-Geschäftsführer Frank Witte.

Außerdem wisse man durch eine Befragung von Chemiestudenten, dass 70 Prozent die Begeisterung für dieses Fach schon sehr früh entdeckt haben, oftmals schon vor der Schule. "Deshalb wollen wir Interesse wecken, beginnend bei den Kindergärten bis zu den weiterführenden Schulen", so Hülsemann.

Um den Lehrern neue Wege der Gestaltung des naturwissenschaftlichen Unterrichts zu zeigen, stand Professor Michael Tausch von der Bergischen Universität Wuppertal zur Verfügung. "Die rasante Entwicklung gerade innerhalb der Chemie erfordert ein stetiges Auffrischen der Inhalte und der Methoden", erklärt der Inhaber des Lehrstuhls für Chemiedidaktik."

Letztlich sei für einen interessanten Unterricht "der gute Mix" aus Theorie, Experimenten und Gruppenarbeiten entscheidend.

07.12.05, Von Nele Cent (Quelle: http://www.wz- newsline.de)

 

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