Schule und Internet

 

 

Schulen als Dienstanbieter

Mit der gesteigerten Internetnutzung und den damit verbundenen Möglichkeiten, die sich für den Unterricht und das Lernen im Allgemeinen ergeben, steigen gleichzeitig die Risiken und Gefahren an . Kennzeichnungspflichten, Urheberrechte, Datenschutz, Jugendschutz und Aufsichtspflicht sind nur einige Punkte davon.
 
Schulleitungen und Lehrkräfte müssen sich im Rahmen der Medienerziehung damit auseinandersetzen, wie sie die Internetaktivitäten ihrer Schülerinnen und Schüler im schulischen Kontext begleiten um Risiken zu vermeiden.
Mit der Bereitstellung eines Internetzugangs für Schüler und Lehrer und dem Betrieb einer schuleigenen Homepage, unterliegen Schulen dem Telemediengesetz (TMG).
 
Das TMG enthält unter anderem Vorschriften
  • zum Impressum für Telemediendienste
  • zur Bekämpfung von Spam (Verbot einer Verschleierung und Verheimlichung von Absender und Inhalt bei Werbe-Mails)
  • zur Haftung von Dienstbetreibern für gesetzeswidrige Inhalte
  • zum Datenschutz beim Betrieb von Telemediendiensten und zur Herausgabe von Daten
http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/
 
Ebenfalls gelten alle Bestimmungen des Jugendschutzes und hier im Besonderen die des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags. Dessen Zweck ist es, Kindern und Jugendlichen einen einheitlichen Schutz vor Angeboten in elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien zu gewähren, die ihre Entwicklung beeinträchtigen oder gefährden können, ihre Menschenwürde verletzen oder sonstige im Strafgesetzbuch geschützten  Rechtsgüter verletzen.
http://bundesrecht.juris.de/juschg/
http://www.artikel5.de/gesetze/jmstv.html
 

 

Strafrechtliche Verantwortlichkeit
 
Im strafrechtlichen Sinne Verantwortlich ist grundsätzlich die Person, die rechtswidrige Inhalte und Angebote im Internet zur Verfügung stellt („Content-Provider“). Es sind aber Konstellationen denkbar, die, zumindest bei unkontrolliertem Zugang zum Internet, bei denen Minderjährigen der Abruf illegaler Inhalte erleichtert wird, strafrechtliche Konsequenzen für die Schulleitung wegen Beihilfe zur Straftat Anderer nach sich ziehen können.
 
Wann ist jemand verantwortlich?
Ob eine Person für ein bestimmtes Verhalten oder ein Ereignis strafrechtlich verantwortlich gemacht werden kann, hängt von zahlreichen rechtlichen Faktoren ab.
 
  • Ganz entscheidend ist zunächst, ob gegen bestimmte Rechtsnormen durch ein bestimmtes Verhalten verstoßen wurde.
  • Möglicherweise handelte die Person ohne Kenntnis und ist deshalb im Einzelfall mangels Vorsatzes nicht verantwortlich. Auch können bestimmte Erlaubnisnormen - wie zum Beispiel die Notwehr - den Rechtsverstoß ausnahmsweise rechtfertigen oder entschuldigen.
  • Insbesondere für den Online-Bereich ergibt sich darüber hinaus eine Reihe weiterer rechtlicher Besonderheiten bei der Bewertung, ob ein bestimmtes Verhalten zu einer Verantwortlichkeit führt.
 
Verletzung der Aufsichtspflicht (Verantwortlichkeit für die Straftaten Dritter)
 
Für Schulen und Lehrkräfte von erheblicher Bedeutung ist die Verantwortlichkeit für Straftaten Anderer bei Verletzung der Aufsichtspflicht. Lehrkräfte sind verpflichtet Schäden von Schülern abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, diese auch keinem Anderen Schaden zufügen. Diese Pflicht wird zum Teil in den Landesschulgesetzen ausdrücklich geregelt, teilweise wird sie aber auch ohne Erwähnung als bestehend vorausgesetzt.
 
Wird eine Schülerin oder ein Schüler Opfer einer Straftat oder tritt als Täter auf, ist bei Aufsichtspflichtverletzung neben dem unmittelbaren Täter auch die Aufsichtsperson verantwortlich.
 
Aufsichtspflicht besteht grundsätzlich, wenn Schülerinnen und Schülern Gefahr droht. Im Bezug auf die Internetnutzung betrachtet man diese als grundsätzlich gegeben, da selbst bei ordnungsgemäßer Nutzung die Gefahr auf rechtswidrige Inhalte zu stoßen besteht.Der Umfang der Aufsichtspflicht wird von den Gerichten im Wesentlichen durch folgende Kriterien bestimmt:
  • Alter der SchülerInnen,
  • Reife und bekanntes Vorverhalten.
  • Grad der Gefahr – bei Themen wie Fortpflanzung und Nationalsozialismus ist die Gefahr, auf rechtswidrige Inhalte zu stoßen größer als bei anderen Themen. Es besteht daher eine erhöhte Aufsichtspflicht.
 
Verteilung der Aufsichtspflicht
Die schulische Aufsichtspflicht obliegt grundsätzlich der Schulleitung. Sie kann allerdings Aufsichtspflichten auf Lehrkräfte oder geeignete Dritte (z.B. Eltern oder Bibliotheksangestellte) übertragen.

Doch nicht nur im Wege der Aufgabenübertragung durch die Schulleitung kann eine Aufsichtspflicht der Fach- und KlassenlehrerInnen begründet werden. Die unterschiedlichen Schulgesetze sehen auch eine selbstständige Zuweisung von Aufsichtspflichten im Rahmen des Unterrichts vor, für den die Lehrkräfte die unmittelbare pädagogische Verantwortung tragen.
 
Die Aufsichtspflicht ist zeitlich auf die Unterrichts- und Schulzeiten (inkl. Pausen, Freistunden, ...) und räumlich auf das Schul- bzw. Unterrichtsgelände (z.B. Ort der Exkursion) beschränkt.

Von Bedeutung ist darüber hinaus die Beschränkung der Verantwortlichkeit durch tatsächliche und rechtliche Grenzen der Aufsichtsmöglichkeiten. Wenn selbst bei äußerster Sorgfalt im Hinblick auf die Ausübung der Aufsicht nicht verhindert werden kann, dass eine Straftat verwirklicht wird, führt dies nicht zu einer Verantwortlichkeit der Aufsichtsperson.

 

Bewusstsein schafft Sicherheit

Vollständiger Schutz von Kindern und Jugendlichen ist nicht zu gewährleisten. Diese Aussage wird auch in den nächsten Jahren ihre Gültigkeit behalten und möglicherweise werden die realen Gefahren sogar noch zunehmen.
 
Es gilt also, die Jugendlichen auf der einen Seite für die Gefahren zu sensibilisieren und ihnen Verhaltensweisen an die Hand zu geben, die sie in die Lage versetzen kritische Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen bzw. sich angemessen zu verhalten wenn sie unbeabsichtigt in eine solche gelangen. Auf der anderen Seite muss auch ihr Unrechtsbewusstsein geschärft werden. Häufig ist ihnen nicht klar, dass ihr Verhalten deutlich jenseits von „cool“ oder „lustig“ liegt. Sie müssen lernen, dass bestimmte Handlungen und Verhaltensweisen nicht nur unerwünscht sind, sondern auch Konsequenzen nach sich ziehen können, die bis hin zu strafrechtlichen Folgen reichen können.
 
Viele Schulen gehen darum bereits jetzt den Weg, für alle ihre Schüler einen persönlichen Account einzurichten. Die persönliche Zuordnung ermöglicht es die Internetaktivitäten gezielt zu kontrollieren und bei Regelverletzungen zu handeln. Verstößt eine Schülerin oder ein Schüler gegen die in einer Nutzungsvereinbarung festgelegten Regeln droht eine Sperrung des Accounts und die Information der Eltern. Bei Verstößen die in den Bereich des öffentlichen Strafrechts fallen greifen selbstredend die allgemeinen rechtlichen Regelungen.
 
Die konsequente Anwendung von Nutzungsvereinbarungen und die Aufklärung über die Gefahren und Risiken des Internets können nachhaltig zu einem Bewusstsein beitragen, dass Jugendliche in die Lage versetzt sich selbst in eigenverantwortlichem Handeln vor möglichen Risiken zu schützen.
 
Musterhafte Nutzungsvereinbarungen finden Sie bei Lehrer-online und als Anlage im Leitfaden Internetsicherheit der Bertelsmannstiftung.
Download Internetleitfaden
http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-0A000F14-4B792FD3/bst/hs.xsl/publikationen_29311.htm
Lehrer-online
http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=427298.htm

 

Technische Sicherheitshilfen

Um der Aufsichtpflicht nachzukommen empfiehlt es sich verschiedene Kontrollmittel einzusetzen. Im Unterricht geschieht dies in der Regel durch die direkte Bildschirmkontrolle. Die Geräte sollten so angeordnet sein, dass die Lehrkraft alle Bildschirme problemlos einsehen kann. Wenn das  nicht möglich ist, kann eine Videoüberwachung den Blick auf die Bildschirme ermöglichen.
 
Daneben gibt es eine Reihe technischer Systeme, die Zugriffe auf rechtswidrige Inhalte verhindern oder aber zumindest erschweren können. Der Einsatz solcher Filter- und Ratingsysteme macht es möglich bei der Nutzung außerhalb des Unterrichts die Kontrolle auf regelmäßige Stichproben zu reduzieren. Eine vollständige Kontrolle durch solche Systeme ist allerdings nach dem derzeitigen Stand der Technik – und auch voraussichtlich nicht in absehbarer Zeit – nicht möglich. Das liegt unter anderem daran, dass eine Filterung über Schlagworte „getarnte“ Inhalte nicht erfasst oder aber eine zu weit reichende Filterung stattfindet. Eine ergänzende personelle Überprüfung bleibt unerlässlich.
 
Neben dem Abrufen illegaler Inhalte müssen auch Sicherungsmaßnahmen in den Bereichen E-Mail-Verkehr (Spam-Schutz) und Chat erfolgen. Besonders im letztgenannten liegt dabei der Schwerpunkt eher auf der Aufklärung über mögliche Gefahren und richtiges Verhalten.
 
 
Filtersoftware mit Negativlisten
 
Filterprogramme arbeiten in der Regel mit Negativlisten. Dabei handelt es sich um entweder automatisch oder händisch erstellte Listen von Internetadressen, die für die Nutzer gesperrt werden. Sie enthalten entweder die gesperrte URL – z.B. www.hotgirls.com – oder eine gesperrte IP-Adresse – z.B. 189.166.194.123. Um die Listen laufend auf dem neuesten Stand zu halten, wird von den Herstellern eine, meist kostenpflichtige, Aktualisierung angeboten. Einige Hersteller bieten mittlerweile lokale Versionen ihrer Programme an. Das verbessert die Situation zwar, macht aber die persönliche Kontrolle durch eine Lehrkraft nicht überflüssig.
 
Trotz aller Bemühungen kann aber eine vollständige Erfassung aller illegalen Inhalte nicht erreicht werden. Zu umfangreich und unüberschaubar ist das sich ständig erweiternde weltweite Netz. In Verbindung mit stichprobenartiger Überprüfung des Nutzerverhaltens fungiert ein solches Filtersystem aber als geeignete Basisaufsicht.
 
Filtersoftware mit Positivlisten
 
Eine andere Möglichkeit der Filterung ist die, lediglich in Positivlisten aufgeführte Internetseiten den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung zu stellen. Aufgerufen werden können dann nur noch Seiten, die zuvor in die Liste aufgenommen wurden.
 
Naturgemäß schränkt diese Art der Filterung die Nutzung des Internets stark ein. Darüber hinaus ist die Pflege der Listen ebenfalls sehr aufwendig und verlangt eine ständige Aktualisierung. Da sie aber eine absolute Sicherheit bietet, ist es durchaus überlegenswert unter bestimmten Voraussetzung, oder aber für bestimmt Altersgruppen mit solchen Programmen zu arbeiten. Der Einsatz im Primarbereich scheint besonders geeignet, da hier die unbeabsichtigte Konfrontation mit illegalen Inhalten aufgrund des geringen Alters der Kinder noch problematischer zu sehen ist. Darüber hinaus kann es sich als sehr sinnvoll erweisen „kleinschrittig“ in die Internetrecherche einzusteigen.
 
Beim Einsatz von Positivlisten beschränkt sich die Aufsicht auf eine gelegentliche Kontrolle der freigegebenen Inhalte und auf die Effektivität des Systems. Letzteres ist notwendig, um zu verhindern, dass den Schülern bekannte Tools zur Umgehung des Filterprogramms genutzt werden.
 
Sperrung von Internetdiensten
 
Filterprogramme bieten auch die Möglichkeit bestimmte Internetdienste – Tauschbörsen, online-Handel – zu sperren oder freizugeben. Problematisch daran ist, dass eine solche Sperrung zu erheblichen Problemen bei der Nutzung des Internets führen kann. Würde man z.B. nur die Portnummern 80 bzw. 8080 zulassen (sie ermöglichen lediglich ein surfen im Internet), könnten zwar Seiten aufgerufen werden, Video- oder Audiodateien aber nicht abgespielt werden.
Der Einsatz solcher Systeme bedarf einer ständigen Anpassung an die Bedürfnisse durch die schulische Nutzung.
 
Ratingsysteme
 
Im Gegensatz zu Filtersystemen arbeiten Ratingsysteme nicht mit Sperrlisten, sondern steuern den Zugang nach bestimmten, vom Administrator vorgegebenen Kriterien. Solche Kriterien können Gewalt, Sex, Rassismus, usw. sein. Es stehen dabei Abstufungen wie „keine Gewalt“, „Töten“, usw. zur Verfügung.
 
Voraussetzung für das Funktionieren von Ratingsystemen ist eine Bewertung des Internetangebotes. Diese kann entweder durch den Anbieter selbst erfolgen oder durch einen Provider. Außerdem können die Inhalte durch Vereinigungen wie die Internet Content Rating Association (ICRA) klassifiziert werden, die ein Etikett ausstellen, das in den Inhalt eingebunden werden kann. Derzeit sind nur wenige Angebote erfasst, so dass man zusammenfassend feststellen kann, dass der Einsatz eines Ratingsystems in Schulen noch nicht sinnvoll ist.

 

Schule und Chat

Chatten gehört zu den Internetaktivtäten, die überwiegend im Freizeitbereich zum Einsatz kommen. Der Chat übt auf Kinder und Jugendliche einen besonderen Reiz aus. Insgesamt chatten 53% der 12-19 –Jährigen, wobei Jungen und Mädchen gleichermaßen aktiv sind, Hauptschüler stärker vertreten als Gymnasiasten.
Selbst Kinder im Grundschulalter haben zum Teil bereits Chat-Erfahrungen.
Der hohe Motivationsgrad lässt sich in gut in der Schule nutzen. So können z.B Abfrageübungen gestaltet werden, Schreibanlässe geschaffen werden und Externe ohne großen Aufwand in das Unterrichtsgeschehen integriert werden. Bei einer solchen, unterrichtlich gesteuerten Nutzung eines Chats kann die Lehrkraft als Teilnehmer in das Geschehen eingreifen und sowohl inhaltlich, als auch kontrollierend tätig werden. Eine Gefahrensituation oder ein unangemessenes Verhalten wird sich kaum ergeben.
Schwieriger wird die Situation, wenn Schülerinnen und Schüler in unbeaufsichtigten Situationen Chaträume aufsuchen. Stellt die Schule Internetzugänge zur Verfügung, die auch in Freistunden oder Pausenzeiten ohne direkte Kontrolle genutzt werden können, kann dies auch innerhalb der Schule geschehen (Aufsichtspflicht). Die dabei entstehenden Gefahren sind nicht zu unterschätzen. Immerhin die Hälfte aller jugendlichen Chattroom-Nutzer bestätigen auf Nachfrage unliebsame Kontakte im Chat. Mädchen berichten stärker als Jungen über unangenehme Erfahrungen. Die Bandbreite reicht von Kraftausdrücken über Beschimpfungen bis hin zu sexuellen Belästigungen.
Jenseits einer direkten Belästigung werden die Kinder und Jugendlichen in den Chats aber auch häufig nach persönlichen Daten gefragt: Fast zwei Drittel der Jugendlichen mit Chat-Erfahrung wurden laut JIM-Studie 2006 von Fremden bereits aufgefordert, Name, Adresse oder Telefonnummer preiszugeben, deutlich mehr Mädchen (70 %) als Jungen (56 %). Bedenklich muss es stimmen, dass fast ein Viertel dieser Aufforderung nachgekommen ist – wobei Jungen anscheinend deutlich unvorsichtiger vorgehen als Mädchen. Mit zunehmendem Alter der Chatroom-Nutzer nimmt die Auskunftsbereitschaft zu. Jugendliche mit formal geringerer Bildung scheinen leichtfertiger persönliche Angaben an Dritte weiterzugeben.
Das stärkste Motiv für die Nutzung von Chatrooms ist das Knüpfen und Pflegen von
Kontakten und Bekanntschaften. Dabei spielt sowohl das Treffen mit Bekannten ein Rolle, als auch das Knüpfen neuer Kontakte. Immer häufiger gibt es in Chat-Angeboten die Möglichkeit, den Kreis der Gesprächspartner regional einzugrenzen – vor allem im Bereich der Flirt- und Single-Chats erhöht dies unter Umständen die Wahrscheinlichkeit, Verabredungen im echten Leben, also außerhalb des Chat, zu realisieren. So machen 53 Prozent der jungen Chatroom-Nutzer von diesem Angebot auch Gebrauch! Zwei Drittel finden es wichtig, dass ein Chat die Option der Regionalisierbarkeit bietet. Einen persönlichen Kontakt zu Personen, die man im Chat kennen gelernt hat, haben 38 Prozent zunächst telefonisch hergestellt. Ein Viertel hat sich mit Chat-Bekanntschaften von Angesicht zu Angesicht getroffen, hierbei hat dann jeder Zehnte eher unangenehme Erfahrungen gemacht.
Daraus wird deutlich, wie wichtig nicht nur die Aufklärung der Jugendlichen, sondern auch die Information der Eltern ist. Viele Eltern sind aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in der Lage ihre Kinder in diesem Bereich hinreichend zu begleiten. Als Vertreter einer Generation, die nicht selbstverständlich mit Internet und Co aufgewachsen sind, fehlt ihnen dazu häufig das persönliche Wissen. Mittlerweile existieren im Netz einige Angebote, die kostenlos Unterrichtsmaterial für Lehrer sowie Informationsmaterial für Schüler und Eltern zur Verfügung stellen.
Sicher im Netz
Polizei – Medienkompetenz
Secure-it
Bsi-für-Bürger
Safer Internet
Internet Beschwerdestelle

 

Impressumspflicht für Schulen

 

Informationspflichten bei Online-Angeboten nach dem im März 2007 in Kraft getretenen Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien (RStV) und dem zeitgleich in Kraft getretenen Telemediengesetz (TMG) - kurz gesagt geht es um die Pflicht, auch für Schulen, ein Impressum zu führen.

Schulen, die über eine eigene Homepage verfügen, unterliegen den Informationspflichten nach den o.g. Gesetzesvorschriften.
In einem Impressum sind umfangreicher als früher Pflichtangaben wie etwa Namen und Postanschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse des Anbieters zu machen. Dienstanbieter ist bei schulischen Angeboten grundsätzlich der zuständige Schulträger (Kommune, Kreis, Bundesland) vertreten durch den Oberbürgermeister, Landrat usw. Für periodisch erscheinende Angebote mit journalistisch-redaktionellem Charakter (Schüler- oder Schulzeitung) muss zusätzlich ein Verantwortlicher angegeben werden. Aufgrund des Erfordernisses der "leichten Erkennbarkeit" muss der Nutzer schnell und problemlos erkennen können, über welchen Link die Informationen abgerufen werden können. Es empfiehlt sich daher eine Benennung als "Impressum" oder "Anbieterkennzeichnung".

Die ferner vorgeschriebene "unmittelbare Erreichbarkeit" der Informationen soll dem Nutzer ermöglichen, mittels zweier Maus-Klicks zu den Angaben zu gelangen, z.B. von irgendeiner Seite des Webauftritts mit dem ersten zur Startseite und von dort mit dem zweiten zum Impressum.

Das Impressum einer öffentlichen Schule sollte folgende Informationen beinhalten:

Muster-Gesamtschule
Schulleiter OStD Karl Mustermann
Musterstraße 1
11111 Musterstadt
Tel: 0202 563 0000
Fax: 0202 563 1111
E-Mail: musterschule@musterstadt.de

Schulträger (Diensteanbieter im Sinne des RStV und des TMG):
Bezeichnung (z.B. Kommune, Landkreis, Bundesland etc.)
vertreten durch: (Oberbürgermeister, Landrat etc.)
[Musterallee 1-10]
[11111 Musterstadt]
[Telefon: 0202 12345-1]
[Telefax: 0202 12345-2]
[E-Mail: sekretariat-oberbuergermeister@musterstadt.de]

Verantwortliche für die Schulzeitung:
StD'in Maria Musterfrau
Musterstraße 1
11111 Musterstadt

Dies sind die notwendigen Pflichtangaben, die um Kontaktmöglichkeiten mit dem Webmaster, mitarbeitende Autoren, Inhaber von Urheberrechten u.a.m. ergänzt werden können.

Ausführlichere Informationen zum Thema "Informationspflichten bei Schul- Homepages" finden Sie im Internet mittels einer Suche "Impressumspflicht AND Schulen", z.B. bei:
www.lehrer-online.de

 

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