Schule entwickeln

 

Sie heißen SINUS, SelGO, FörMIG und Co – Schul- und Modellversuche, die ein Ziel haben: die Weiterentwicklung von Unterricht und Schule. In den in der Regel mehrjährigen Projekten erproben Modellschulen neue Unterrichtskonzepte, Organisationsformen, Fördermaßnahmen, ... Mit viel Engagement aller Beteiligten wird in den teilnehmenden Schulen an der Entwicklung und Umsetzung der verschiedensten Schwerpunkte gearbeitet.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit bilden die Grundlage für den Transfer in das gesamte Schulsystem.
 
Derzeit laufen in Wuppertal folgende Modellprojekte:
 
 
BUS - Betrieb und Schule
 
Ziel von "Betrieb und Schule - BUS" ist es, drohende Arbeitslosigkeit für benachteiligte Jugendliche möglichst schon im Vorfeld des Übergangs von der Schule ins Berufsleben zu vermeiden und gleichzeitig deren Berufs- und Arbeitsplatzwahl zu erleichtern.
Schule, Jugendhilfe, die Stiftung Partner für Schule NRW und Arbeitsmarktpolitik wirken dabei zusammen, um diesen Jugendlichen frühzeitig individuelle Übergänge in Beruf und Arbeit zu ermöglichen.
 
Teilnehmende Schulen
Hauptschule Wichlinghausen
Städt. Gem. Hauptschule Barmen-Südwest
Städt. Gem. Hauptschule Elberfeld- Mitte
Eugen-Langen-Förderschule
Johannes-Rau-Förderschule
 
 
SelGO – Selbstständiges Lernen in der Gymnasialen Oberstufe
 
Rund 170 Schulen arbeiten an der Entwicklung von Konzepten zur Eingliederung selbstständiger Lernphasen. Wesentliches Merkmal dabei ist die Einbeziehung neuer Medien in den Lernprozess. In Kooperation von Schulbuchverlagen und dem Landesinstitut für Schule in Soest wurden Lernplattformen entwickelt, auf denen Unterrichtseinheiten und Materialien eingestellt werden können.
Zielsetzungen des Modellprojekts sind die
·         Anreicherung des Unterrichts durch eine Ausweitung und Ausdifferenzierung von systematischen und effektiven Phasen selbstständigen Lernens von individuellen Kurzlehrgängen über Lernstandsdiagnosen bis hin zu projektorientierten und kooperativen Arbeitsformen,
·         verbesserte Binnendifferenzierung durch Förderangebote für lernschwächere und besonders begabte Schülerinnen und Schüler,
·         gezielte außerunterrichtliche Stützangebote, um die Wiederholung von Jahrgangsstufen zu vermeiden oder ein Überspringen von Jahrgangsstufen zu erleichtern,
·         Bereitstellung zusätzlicher Lernangebote im Rahmen der Profilbildung von Schulen.
 
Teilnehmende Schulen
Carl-Fuhlrott-Gymnasium
Abendgymnasium Wuppertal
 
 
Freie Lernorte
 
Das Projekt „Freie Lernorte“ von Schulen ans Netz e.V. setzt auf individuelle Förderung und Eröffnen von Lernchancen, Veränderung von Unterricht und Lernkultur, Öffnung von Schule, soziales Lernen und Partizipation. Zentrale Bedeutung haben hierbei die neuen Medien und deren sinnvolle Nutzung im Rahmen der Freien Lernorte durch die begleiteten Ganztagsschulen.
In einer ersten Ausschreibungsphase haben sich im Frühjahr 2005 Schulen mit ihren Konzepten zu Freien Lernorten um die Projektteilnahme beworben. Ausgewählt wurden 30 Schulen, die sich über alle Bundesländer und Schulformen verteilen. Diese erste Gruppe von Projektschulen wird über einen Zeitraum von zwei Schuljahren begleitet. Dazu gehören Fortbildungen, Erfahrungsaustauschtreffen und Unterstützung für die weiteren 30 seit 06/07 teilnehmenden Schulen.

Gesamtschule Barmen
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Wuppertaler Bündnis für Erziehung
 
Sechs Grundschulen beteiligen sich an einem Modellversuch, der Kindern aktives Musizieren ermöglicht. Entwickelt wurde das Projekt von der Bergischen Musikschule, der Musikhochschule, dem Stadtbetrieb Schulen und den beteiligten Schulen. Lehrer der Bergischen Musikschule und Studenten der Hochschule bieten dabei im Rahmen der Nachmittagsbetreuung Musikkurse an. Zum Programm gehören musikalische Grundausbildung, Tanz, ein Trommelkurs und Saxophonunterricht. Pro Kurs können 10-12 Kinder teilnehmen.
 
Teilnehmende Grundschulen
Liegnitzer Straße
Eichenstraße
Engelbert-Wüster-Weg
Kurt-Schumacher-Straße
Nützenberger Straße
Opphofer Straße
FörMig
Bundesweites Modellprojekt zur Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Im Mittelpunkt von FÖRMIG steht eine Verbesserung des schriftlichen und mündlichen Ausdrucks. FÖRMIG setzt Schwerpunkte bei der Sprachförderung an den Übergängen im Bildungssystem und in der Ganztagsschule. Ein besonderes Augenmerk gilt der Diagnose des Sprachstands sowie der Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern in Sprachfördernetzwerken.
Das Programm der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung läuft seit dem Schuljahr 04/05 in NRW. Betreut wird es vom Landesinstitut für Schule und der Hauptstelle RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien).
 
In NRW beteiligen sich 15 Kommunen mit 75 allgemeinbildenden Schulen an dem Modellprojekt. In Wuppertal sind die Grundschulen Friedhofstraße, Elfenhang und Marienstraße sowie die Kindertagesstätten Höchsten und Gutenbergstraße am Projekt beteiligt. 
 
Nach Ablauf des Modellprogramms 2009 sollen u. a. folgende Angebote zur Verfügung stehen:
• Instrumente und Verfahren zur Sprachstandserhebung und Sprachstandsbeobachtung
• Handlungskonzept zur Sprachförderung in Netzwerken
• Katalog mit Qualitätsmerkmalen für den Ganztag
• Katalog mit Qualitätsindikatoren wirksamer Sprachförderung
• Module systematischer Sprachförderung für die Fortbildung
• Angebote für den Umgang mit den Ergebnissen von Vergleichs

 

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